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Webdesign: Wie gehe ich vor?Gutes Webdesign ist eine Sache der Beobachtung und auch der Nachahmung. Gutes Webdesign verwirrt nicht, sondern erleichtert dem Surfer die Navigation auf der Seite. Gutes Webdesign vermittelt auch optisch einen Eindruck von dem, was inhaltlich zu erwarten ist. Und vor allem: Gutes Webdesign ist sparsam. Weniger ist mehr.
Wie beginne ich?Webdesign beginnt man am besten damit, sich Fragen zu stellen:
Aus den Antworten zu diesen Fragen ergeben sich oft schon Hinweise zur Gestaltung. Der Herausgeber und die Erwartungen der Anwender sollten das grafische Thema bestimmen. Ist dies grundsätzlich festgelegt, denkt man über die Navigation nach. Sie sollte klar und auf Anhieb verständlich sein und über die ganze Website einheitlich - es sei denn, einzelne Bereiche sind thematisch abgegrenzt und dies soll optisch unterstrichen werden. Passende Fragen hierzu sind:
Der Anwender sollte immer wissen wo er ist und wie er dorthin kommen kann, wo er hin möchte. Auch hier sind wieder Ausnahmen möglich, z.B. wenn die Struktur der Website absichtlich unklar bleiben soll, um den Spieltrieb des Anwenders anzusprechen - aber Vorsicht: der Schuss kann nach hinten losgehen, wenn man das Interesse und die Geduld des Surfers überschätzt! Sind diese grundsätzlichen Fragen geklärt, kann man erste Entwürfe machen. Die EntwurfsphaseDie Entwürfe macht man am besten mit einer Grafiksoftware (Adobe Photoshop, Corel PhotoPaint o.ä.), wobei man am besten mit der Mindestgröße (in der Regel 800x600) arbeitet, um den richtigen optischen Eindruck zu gewinnen. Da der grundsätzliche Aufbau der Seiten einheitlich sein sollte, genügt es, von jeder Idee eine Seite anzufertigen. Der richtige Entwurf dürfte sich bei dieser Arbeit herauskristallisieren. Prototypen bauenDie notwendigen Grafiken müssen jetzt aus dem Entwurf isoliert und für das Webauthoring separat gespeichert werden. Hierbei wird auch die Farbanzahl reduziert und die Dateien komprimiert. Mit diesen Rohstoffen kann jetzt die erste Seite gebaut werden. Hier muss vor allem darauf geachtet werden, ob der Entwurf überhaupt umgesetzt werden kann, ob es etwa Probleme bei verschiedenen Bildschirmauflösungen geben kann, und oft müssen Inkompatibilitäten der verschiedenen Browser umgangen werden. Steht das Design für die erste Seite, hat man den Beweis, dass alles funktioniert und kann weitere Seiten bauen. Jetzt kann getestet werden, ob die Navigation so gut ist, wie man es sich ausgedacht hat. Könnte es vielleicht noch besser gehen? Ist sie intuitiv genug? Ist man zufrieden, ist Fleißarbeit angesagt, denn jetzt müssen alle Seiten umgesetzt werden. OptimierungNach Fertigstellung aller Seiten wird getestet. Sind die Texte verständlich? Könnten sie vielleicht kürzer gefasst werden? Im Web liest man nicht gern zu lange Texte. Sind die Texte korrekturgelesen? Ist das HTML fehlerfrei? Gibt es keine toten Links mehr? Und zeigen alle Links auf das richtige Ziel? Sind die richtigen Grafiken am richtigen Ort? Ist alles in Ordnung, dann werden die Seiten noch optimiert. Vielleicht können einige Grafiken besser komprimiert werden als dies im ersten Durchlauf gemacht wurde. Oder es gibt Seiten, von denen aus man die Grafiken der Folgeseiten schon im Voraus laden könnte, so dass nachher Wartezeiten wegfallen. Sind bei allen Grafiken die Attribute für Höhe und Breite gesetzt? Das beschleunigt den Bildaufbau enorm. Zum Schluss werden noch die Meta-Tags gepflegt und auf allen Seiten sinnvolle Schlüsselwörter eingesetzt, damit die Suchmaschinen den Suchenden gleich die beste Seite präsentieren können. Noch ein letzter Testdurchlauf und die Seiten können ins Web gestellt und bei den Suchmaschinen angemeldet werden. Und dann heißt es gespannt warten... |