|
|
|
Das kleine Web-Lexikon
Active Server Pages(kurz: ASP) Dokumente, die nicht wie einfache HTML-Seiten statisch auf dem Server zum Abruf bereitliegen, sondern die dynamische Elemente in Form von Skripten (z.B. JavaScript oder VB-Script) enthalten, die beim Abruf der Seite ausgeführt werden und den Inhalt der Seite erst dann vervollständigen. Active Server Pages sind die Microsoft-Variante des Konzepts des Server Side Scripting (und daher proprietär).. AliasingTreppenbildung bei schrägen Linien, vor allem bei geringen Auflösungen oder hohen Kontrasten. Um diesen unschönen Effekt abzuschwächen, bieten Bildverarbeitungsprogramme eine Anti-Aliasing-Funktion, die durch Hinzufügen von Pixeln zwischen den Kontrastbereichen den optischen Eindruck massiv verbessert. Da die Farben der hinzugefügten Pixel in mehreren Helligkeitsstufen zwischen den beiden Kontrastfarben liegen, benötigt die Grafik jedoch eine größere Farbtiefe als ohne, so dass bei der Komprimierung (etwa bei GIF) darauf zu achten ist, die Anti-Aliasing-Korrektur nicht durch eine zu geringe Farbtiefe wieder zunichte gemacht wird. Dies ist auch der Grund, weshalb zweifarbige Grafiken (wie s/w) dennoch mehr als zwei Farben benötigen (je nach Größe 4-32 Farben). AnkerMarkierung in einem HTML-Dokument, die es erlaubt, diese Stelle direkt anzusteuern. Wird erzeugt durch <a name="Ankername"> und angesteuert durch Anhängen von #Ankername an den Dateinamen. AppletJava-Programm, das vom Server geladen und im Browser des Clients ausgeführt wird. Java-Applets laufen in einer sog. Sandbox (wörtlich: Sandkasten). Innerhalb der Sandbox darf das Programm frei agieren, aber es darf nicht auf Bereiche außerhalb der Sandbox zugreifen, wie etwa die Festplatte des Clients. Es darf auch nur mit dem Server kommunizieren, von dem es geladen wurde. Dieses Prinzip macht Java sehr sicher, wenn auch immer wieder vereinzelt Fehler in der Java VM gefunden werden, die jedoch schnell behoben werden. ASP1: Abk. für Active Server Pages. BrowserSoftware zur visuellen Darstellung von HTML-Dokumenten auf einem Client. CacheZwischenspeicher, der dazu dient, Daten, die schon einmal übertragen wurden, nicht noch einmal zu übertragen, sondern stattdessen die vorherigen Daten zu verwenden, da die Datenübertragung immer die langsamste Komponente darstellt. Damit gewährleistet ist, fragt der Client jedoch in der Regel nach, ob sich die Daten auf dem Server inzwischen geändert haben. Falls ja, wird die Kopie im Cache verworfen und die Daten neu angefordert. Wie oft der Client nachfragen soll, kann im Browser eingestellt werden (z.B. einmal pro Sitzung, immer oder nie, wobei letzteres nicht zu empfehlen ist). Cascading Style Sheets(Abk. CSS) Sprache zur Beschreibung der visuellen Umsetzung eines HTML-Dokuments. Als klar wurde, dass die Integration von Gestaltungsmöglichkeit in HTML selbst zu dem Problem führt, dass Inhalt und Form untrennbar verbunden werden, wurden die gestalterischen Möglichkeiten aus HTML herausgelöst und in den Cascading Style Sheets realisiert. Cascading (kaskadierend, also wie ein Wasserfall) wurden diese deswegen genannt, weil der Standard vorsieht, dass mehrere Style Sheets auf ein Dokument angewandt werden können, wobei die Definitionen kaskadenförmig interpretiert werden, d.h. von übergeordneten Elementen auf untergeordnete vererbt werden und gröbere von feineren Definitionen überschrieben werden. CSS Level 1 (CSS1) enthielt lediglich die Möglichkeiten zur textuellen Gestaltung von HTML-Dokumenten, während unter der Bezeichnung CSS-P (CSS Positioning) die Möglichkeit der freien Positionierung von Elementen erarbeitet wurden. In CSS Level 2 (CSS2) wurden die Möglichkeiten des CSS-P jedoch einbezogen, da eine genaue Abgrenzung zwischen textueller Gestaltung und Positionierung umstritten und willkürlich war. CGIAbk. für Common Gateway Interface: Eine Schnittstelle, die ermöglicht, dass Programme auf einem Server, die durch HTTP-Requests angestoßen werden, HTML-Inhalte generieren können und diese dann an den Client geschickt werden. Hierdurch ist die dynamische Generierung von Dokumenten, z.B. abhängig von Anwendereingaben, möglich. Die Programme werden meist in einer Skript-Sprache wie Perl realisiert, man spricht daher auch von CGI-Skripten. Client(wörtlich: Kunde) Computer, an dem der Anwender arbeitet. Er fordert Daten an und stellt sie für den Anwender grafisch dar, teilweise werden auch Daten, die der Anwender eingibt, wieder verschickt. Ein Browser ist eine typische Client-Anwendung. Bei einem Thin Client findet keine wesentliche Verarbeitung von Daten auf dem Client statt, abgesehen von der Darstellung von Ausgaben und der Prüfung von Eingaben (wie z.B. bei einem Browser), während ein Fat Client auch einen wesentlichen Teil der Datenverarbeitung selbständig übernimmt (wie z.B. eine Textverarbeitung). CMSAbk. für Content Management System Content Management SystemSystem, dass die Verwaltung der Inhalte einer Website erleichtert. Bei großen und dynamischen Websites ist der Verwaltungsaufwand sehr hoch. Content Management Systeme trennen Inhalt vom Layout, so dass für inhaltliche Updates kein Webdesigner und kein Webprogrammierer mehr benötigt wird, sondern dies rein redaktionell durchgeführt werden kann. Auch Freigabesysteme und Versionierungsmöglichkeiten sind Teil eines solchen Systems. CrawlerWörtlich: Krabbler, der Teil einer Suchmaschine, der das World Wide Web nach Inhalten durchsucht (sozusagen durch das Netz krabbelt). Synonyme: Robot, Spider. CSSAbk. für Cascading Style Sheets DHTMLAbk. für Dynamic HTML DNSAbk. für Domain Name Services Document Object ModelLogische Repräsentation eines Dokuments als Gruppe von Objekten. Die Bestandteile des Dokuments werden als Objekte dargestellt, um diese über deren Attribute und Methoden in Programmen (z.B. JavaScripts) analysieren und manipulieren zu können. Das DOM stellt somit eine Schnittstelle dar, über die man auf den Inhalt eines Dokuments, wie etwa eines HTML-Dokuments, zugreifen kann. Das DOM wird vom W3C standardisiert. DOMAbk. für Document Object Model DomainLogische Adresse im World Wide Web, die aus Buchstaben und Zahlen bestehen kann und die, da für Menschen sehr viel leichter merkbar, statt der IP-Adresse verwendet wird, die nur aus Zahlengruppen besteht. Dennoch ist die IP-Adresse weiterhin die eigentliche Adresse und die Umsetzung der Domain in die IP-Adresse wird vom Browser automatisch durch die Anfrage bei einem Domain Name Server (DNS) vorgenommen. Eine Domain besteht aus mehreren Teilen, die durch Punkte von einander getrennt werden. Der letzte Teil ist die sog. Top Level Domain, der vorletzte die sog. Second Level Domain. Top Level Domains (TLDs) stehen nur in begrenzter Zahl zur Verfügung; neben den internationalen TLDs (momentan noch com, net und org, weitere in Planung) gibt es für jedes Land eine weitere TLD. Einige Länder unterteilen ihre TLD durch Second Level Domains weiter (z.B. Großbritannien), andere nicht (z.B. Deutschland). Davon hängt ab, ob erst der dritte oder schon der zweite Teil der Domain frei wählbar ist. Die Vergabe des frei wählbaren Teils unterliegt bei den landesspezifischen TLD den jeweiligen nationalen Regelungen, bei den internationalen (noch) dem US-Recht. Dynamic HTMLEine Erweiterung von HTML um Möglichkeiten der dynamischen Anpassung und Änderung mit Hilfe von Cascading Style Sheets und einer JavaScript-Schnittstelle. DHTML ist somit keine eigene Sprache, sondern wird als Sammelbegriff für das Zusammenspiel zwischen HTML, CSS und JavaScript verwendet. ECMAScriptOffizielle und politisch korrekte (da herstellerunabhängige) Bezeichnung für JavaScript (trotzdem sprechen alle weiterhin von JavaScript). Die ECMA (European Computer Manufacturer Association) ist ein europäisches Standardisierungsinstitut mit internationaler Anerkennung, das ECMAScript unter der Bezeichnung ECMA-262 standardisiert hat. Die technische Dokumentation ist frei verfügbar auf der Website www.ecma.ch des Instituts. Event(wörtlich: Vorkommnis) Ein Event ist alles, was im Zusammenhang mit einem DHTML-Dokument passieren kann. Auf Events beruht die ganze Dynamik des Dynamic HTML, beispielsweise wenn die Maus über ein Element bewegt wird (MouseOver-Event), wenn das Dokument geladen wurde (OnLoad-Event) oder wenn ein Link angeklickt wurde (OnClick-Event). Auch zeitliche Intervalle werden über Events gesteuert. Das Konzept des Dynamic HTML ist, eine Funktion dann aufzurufen, wenn ein bestimmtes Event eintritt. Dies wird über sog. Event-Handler realisiert, die seit HTML 4.0 zum offiziellen HTML-Standard gehören, vorher jedoch bereits als herstellereigene Erweiterungen verfügbar waren. Event-Handler ermöglichen eine einfache Verbindung zwischen statischem Dokumentinhalt und den dynamischen Möglichkeiten von JavaScript. ExtranetEin Netz, das wie ein Intranet logisch vom Internet getrennt ist, das aber die Infrastruktur des Internets nutzt um z.B. zwischen verschiedenen Standorten Daten auszutauschen. Fat ClientClient mit hoher Verarbeitungslogik Firewall(wörtlich: Brandschutzmauer) Softwarekomponente, die wie ein Gateway zwei Netze, in der Regel ein Intranet und das Internet, an einer zentralen Stelle miteinander verbindet. In einer Firewall wird der Datenverkehr jedoch auch ständig geprüft, indem die übertragenen Daten z.B. nach Viren gescannt werden. Restriktive Firewalls filtern auch Daten aus, oft z.B. aktive Inhalte aus dem Internet wie Java-Applets. Da der gesamte Datenverkehr über die Firewall läuft, ist theoretisch unbegrenzte Kontrolle möglich. FramesetErmöglicht die Definition von Frames (wörtlich: Rahmen) in einem HTML-Dokument, wobei in jedem Frame ein anderes HTML-Dokument angezeigt werden kann. FTPAbk. für File Transfer Protocol: Das technische Protokoll, das im Internet zur Übertragung von Dateien jeglicher Art verwendet werden kann. Gateway(wörtlich: Tor, Ein-/Ausfahrt) Softwarekomponente, die eine kontrollierte Verbindung zwischen zwei Netzen, meist einem Intranet und dem Internet, herstellt. Der gesamte Datenverkehr in beiden Richtungen läuft über das Gateway. HTMLAbk. für Hyper Text Markup Language, Seitenbeschreibungssprache für Webdokumente. HTML war ursprünglich als Sprache gedacht, die wissenschaftliche Dokumente nach rein inhaltlichen Gesichtspunkten strukturieren sollte. Da sie von Wissenschaftlern aller Gebiete verwendet werden sollte, war die leichte Erlernbarkeit und Handhabung ein wichtiger Aspekt, was auf der anderen Hand aber auch die Möglichkeiten einschränkte. Später (bis HTML 3.2) kamen Sprachelemente zur visuellen Gestaltung hinzu, aber dies erwies sich als Sackgasse, da Inhalt und Form untrennbar vermischt wurden. Die Gestaltung wurde in der aktuellen Version 4.0 daher ausgelagert und die Steuerung zur Visualisierung von HTML-Dokumenten in die Cascading Style Sheets verlegt, was eine wesentlich bessere Trennung von Form und Inhalt ermöglicht. HTML wird vom W3C standardisiert. HTTPAbk. für Hyper Text Transfer Protocol: Das technische Protokoll, das im Internet zur Übertragung von HTML-Dokumenten verwendet wird. HTTPSIEAbk. für Internet Explorer InternetDas Netz der Netze: Die Gesamtheit aller weltweit vernetzten Computer. Internet ExplorerBrowser der Firma Microsoft. Wurde von Microsoft entwickelt, kostenlos verteilt und in Windows integriert, um Netscape Marktanteile abzujagen. Die Vorgehensweise wurde übrigens als Ausnutzung einer Monopolstellung in den USA gerichtlich untersucht, aber zu dem Zeitpunkt hatte Netscape den Kampf bereits verloren. Erste Versionen des Internet Explorers waren qualitativ kein Vergleich zum Netscape Navigator, aber die geballte Kraft der Entwicklungsabteilung von Microsoft schaffte es, die Qualität so hoch zu schrauben, dass die Version 4 mit Netscape gleichzog, wenn nicht sogar bereits besser war. Der Konkurrenzkampf führte jedoch auch zu unterschiedlichen HTML-Erweiterungen und damit zum Problem der Cross-Browser Programmierung. IntranetEin Netz, das auf der Technik des Internets beruht, das aber eine eigene Infrastruktur hat und logisch vom Internet getrennt ist, so dass ein Zugang nur von innerhalb des Netzes möglich ist. ISPAbk. für Internet Service Provider: einer Firma, die einen Zugang zum Internet bietet. Dies kann als Wähl- oder Standleitung realisiert werden. Im weiteren Sinne auch eine Firma, die über eigene Webserver die Bereitstellung von Inhalten ermöglicht (sog. Webhosting). Java(wörtlich: umgangssprachlich für Kaffee) Objektorientierte Programmiersprache von Sun, deren primärer Nutzen in seiner Plattformunabhängigkeit liegt, d.h. ein in Java geschriebenes Programm läuft auf jedem Computer, ohne dass es geändert oder auch nur neu kompiliert werden muss. Dies wird gewährleistet, in dem die Programme in den Code einer virtuellen Maschine, der Java Virtual Machine (kurz Java VM) umgesetzt werden. Diese Maschine wird virtuell genannt, weil sie nicht wirklich existiert; statt dessen wird auf jeder Plattform eine plattformspezifische Java VM bereitgestellt, so dass die Programme selbst auf jeder Plattform lauffähig sind. Java Server Pages(kurz: JSP) Server-seitige Erweiterung, die es ermöglicht Java-Funktionalität zur dynamischen Generierung von Seiten-Inhalten zu nutzen. Dabei werden spezielle JSP-Tags zur Verfügung gestellt, mit denen Java-Objekte angesteuert werden können. Außerdem kann Java-Code direkt in der Seite integriert werden. Der Code wird bei Abruf der Seite ausgeführt und ermöglicht damit dynamische Seiten-Inhalte und komplexe Verarbeitungslogik. Vorteil gegenüber PHP ist die Möglichkeit, die Verarbeitungslogik und die Seitengestaltung wesentlich besser voneinander zu trennen, da die Logik komplett außerhalb des Dokuments codiert werden kann. JavaScriptScript-Sprache, die von Netscape in Version 2 des Navigators integriert wurde, um dynamische Elemente zu ermöglichen. JavaScript hieß ursprünglich LiveScript und hat - abgesehen von Namen und der ähnlichen Sprachsyntax - nichts mit Java zu tun. Die Bezeichnung war aus Marketing-Gründen geändert worden (Java wurde gerade sehr populär) als Netscape und Sun eine strategische Allianz eingingen. Microsoft übernahm die Idee in Version 3 des Internet Explorers, taufte die Sprache aber JScript. JScript wurde später - wie bei Microsoft üblich - um Microsoft-spezifische Elemente erweitert; zum Glück wurden diese Elemente von den Webprogrammieren kaum angenommen. Die offizielle und herstellerunabhängige Bezeichnung lautet übrigens ECMAScript. Neben dem Client-side JavaScript, das im Browser ausgeführt wird, gibt es auch Server-side JavaScript, das auf dem Server zur Erzeugung dynamischer Dokumente ausgeführt wird (vgl. ASP). JScriptMicrosoft-spezifische Erweiterung von JavaScript, die sich zum Glück nicht durchgesetzt hat. JSPAbk. für Java Server Pages KeywordsStichwörter, an Hand derer ein Dokument im Index von Suchmaschinen gespeichert wird und nach denen dort dann gesucht werden kann. Über das Meta-Tag Keywords können weitere wichtige Stichwörter angegeben werden, die im Text des HTML-Dokuments selbst nicht enthalten sind. Listener(wörtlich: Zuhörer oder Lauscher) Softwarekomponente, meist ein Webserver, der am Netz "horcht" und auf Requests wartet, um diese dann zu beantworten. LiveScriptUrsprüngliche Bezeichnung von JavaScript. Meta-TagAllgemeines HTML-Tag zur Angabe sog. Meta-Informationen, also Informationen, die nicht sichtbar sind. Die häufigste Verwendung der Meta-Tags ist die, Angaben für Suchmaschinen zu machen, die im sichtbaren Teil des Dokuments nicht enthalten sind. Dazu gehören zusätzliche Stichwörter (Keywords), eine Zusammenfassung des Dokumeninhalts (Abstract) oder Instruktionen für Suchroboter (Robots). Nicht alle Suchroboter berücksichtigen alle Meta-Tags. MSIEAbk. für Microsoft Internet Explorer NC 1: Abk. für Netscape Communicator Netscape CommunicatorKomplettpaket von Netscape, zu dem neben der Hauptanwendung, dem Browser Netscape Navigator, auch der Mail-Client Netscape Messenger, der HTML-Generator Netscape Composer, sowie weitere Utilities wie Adressbücher, Terminkalender etc. gehören. Netscape MessengerMail-Client von Netscape Netscape NavigatorBrowser der Firma Netscape. War lange Zeit Marktführer und De-facto-Standard und wurde als Shareware vertrieben. Als Microsoft begann, Marktanteile im Internet zu erkämpfen und den Internet Explorer kostenlos zu verteilen und in seine Betriebssysteme zu integrieren, verlor Netscape seine Anteile und seinen Einfluss am Markt. Netscape musste seinen Browser ebenfalls kostenlos verteilen und stellte die intensive Produktpflege im wesentlichen ein. Als Netscape die Sourcen des Browsers freigab, begann die Open-Source-Gemeinde die Entwicklung des neuen Browsers Gecko, der sich streng an den Standards des W3C orientiert und als neue Layout-Engine in Netscape 6 integriert wurde. Daher ist Netscape 6 auch nicht abwärtskompatibel mit den Netscape-spezifischen HTML-Erweiterungen früherer Versionen. Network ComputerComputer, der alle Anwendungen über das Netzwerk bezieht und auch alle Daten nur dort speichert. Der Vorteil eines solchen Computers ist, dass die Administration sehr einfach ist, da jede Anwendung einmalig zentral zur Verfügung gestellt wird, und alle Daten ebenso zentral gesichert werden können. Im Prinzip handelt es sich hier um die Rückkehr zu den Vorteilen des Mainframes (einfache, da zentrale Administration) ohne jedoch die Vorteile des Personal Computers (Unabhängigkeit, leicht bedienbare Oberfläche) zu verlieren. NNAbk. für Netscape Navigator ObjektSoftware-Bauteil aus der objektorientierten Software-Technologie, das ähnlich wie ein reales Objekt bestimmte Eigenschaften (Attribute) und Manipulationsmöglichkeiten (Methoden) hat. Ein Objekt "Fahrzeug" hätte z.B. die Attribute Motorstärke, Höchstgeschwindigkeit und Durchschnittsverbrauch und die Methoden beschleunigen, bremsen und reparieren. Die Softwareentwicklung anhand von Objekten hat den Vorteil, dass sich zum einen komplexe Probleme leichter in überschaubare Teilprobleme zerlegen lassen und dass zum andern die resultierende Software einfacher zu erweitern ist. Sie ist daher derzeit die modernste Art der Softwareentwicklung. OODAbk. für Objektorientiertes Design, einer Software-Technologie zum Entwurf an Hand von Objekten. OOPAbk. für Objektorientierte Programmierung, einer Software-Technologie zur Implementierung an Hand von Objekten. Open Standards Architecture(sinngemäß: Architektur nach offenen Standards) Software- und Hardware-Architektur, die die Folgen proprietärer Standards zu vermeiden sucht, indem die gesamte Architektur auf offenen Standards aufgebaut wird; also Standards, die von unabhängigen Expertengruppen definiert werden und daher nicht der Willkür eines einzelnen Herstellers unterliegen. Auf Grund der starken Tendenz der Anwender zu solchen offenen Standards gehen die Hersteller immer mehr dazu über, eigene Standards offenzulegen und die weitere Standardisierung einer solchen Expertengruppe zu überlassen. Um dennoch Einfluss auf die weitere Entwicklung ausüben zu können, wird versucht, eigene Mitarbeiter in die Expertengruppen zu bringen, die dann dort die Interessen des Herstellers vertreten können - auch gegenüber Wettbewerbern, die natürlich auf die gleiche Weise vorgehen. OSAAbk. für Open Standards Architecture PerlServer-seitige Skript-Sprache zur Erstellung von CGI-Programmen. PHPAbk. für Personal Home Page oder (als endlos rekursive Abkürzung) PHP Hypertext Preprocessor: Server-seitige Skript-Sprache, die direkt im HTML-Dokument codiert wird und beim Abruf der Seite ausgeführt wird. Der PHP-Code wird dann, bevor die Seite an den Client geschickt wird, durch die Ausgabe des ausgeführten Codes ersetzt, wodurch es möglich ist, dynamische Seiten-Inhalte zu generieren oder mehr oder weniger komplexe Verarbeitungslogik durchzuführen. (Vgl. auch Java Server Pages) Plain HTML(wörtlich: schlichtes HTML) Bezeichnung für reines HTML ohne Verwendung von dynamischen Elementen wie JavaScript oder Plugins. Da die dynamischen Elemente nicht von allen Browsern unterstützt werden, vom Anwender abgeschaltet sein können oder in manchen Firewalls ausgefiltert werden, ist es wichtig, Webseiten so zu gestalten, dass diese auch in Plain HTML angezeigt werden können und funktionieren, wenn man nicht von vornherein den möglichen Benutzerkreis einschränken will. DHTML ist dadurch nicht grundsätzlich ausgeschlossen, sondern ist im Gegenteil durchaus wichtig für eine ansprechende Gestaltung der Seite und mehr Komfort für den Anwender, aber die Navigation und andere elementare Funktionen sollten auch ohne DHTML-Unterstützung funktionsfähig bleiben. POP3Abk. für Post Office Protocol (Version 3): Technisches Protokoll für die Übertragung von e-Mails vom Mailserver zum Client. Etwas sicherer als SMTP, da eine Passwortabfrage stattfindet. Allerdings werden alle Daten im Klartext übertragen, so dass es theoretisch möglich ist, sie abzuhören. POP3 eignet sich nicht zum Versenden von e-Mails, was in der Regel weiterhin mit SMTP durchgeführt wird. proprietärBezeichnung für herstellerspezifische Standards. Die Verwendung proprietärer Standards verhindert Plattformunabhängigkeit, da es mit enormem Aufwand verbunden ist, die Plattform zu wechseln, nachdem man Software auf einen proprietären Standard zugeschnitten hat. Oft ist der Aufwand so hoch, dass die komplette Neuentwicklung kostengünstiger ist. Proprietäre Standards sind deswegen noch immer erfolgreich, weil ihre Verwendung meist schneller zu ersten Ergebnissen führt und weil die Plattformunabhängigkeit ein strategisches, also langfristiges Ziel ist, dessen Bedeutung anfangs meist unterschätzt wird. Zur Vermeidung der Plattformunabhängigkeit setzt man heute auf eine Open Standards Architecture. ProxyEin Cache für Dokumente im World Wide Web, der zur Verringerung der Datenübertragungen führt. Proxys können zu Problemen führen, wenn sie nicht korrekt konfiguriert sind, indem dem Client veraltete Daten zur Verfügung gestellt werden. Es gibt daher die Möglichkeit HTML-Dokumente von der Zwischenspeicherung in Proxys auszuschließen, indem das Meta-Tag Pragma mit "no-cache" angegeben wird. realAllgemeiner Begriff für Software oder Hardware, die wirklich vorhanden ist und auch als solche erkennbar ist, im Gegensatz zu virtuellen oder transparenten Komponenten. Request(wörtlich: Anforderung) Vorgang, bei dem ein Client beim Server nach einem bestimmten Service (meist einem HTML-Dokument) verlangt. Der Request wird vom Webserver in Empfang genommen und je nach Art des Requests gleich erfüllt oder an andere Software-Komponenten weitergegeben. RobotWörtlich: Roboter, der Teil einer Suchmaschine, der das World Wide Web nach Inhalten durchsucht. Synonyme: Crawler, Spider. robots.txtDatei, die von Robots in der Regel gelesen wird, und die angibt, welche Teile einer Domain von welchen Robotern durchsucht werden soll und welche nicht. Für eine Domain wird nur eine solche Datei benötigt, die im Root-Verzeichnis (oberstes Verzeichnis) abgelegt werden muss. Server(wörtlich: Diener) 1: Computer (Hardware), der Anfragen von Clients beantwortet. Ein Server kann, muss jedoch nicht, für den Client die Verarbeitung von Daten durchführen. Typische Server-Betriebssysteme sind: Microsoft Windows NT Server und verschiedene Unix-Derivate wie Sun Solaris und Linux. Server Side IncludesDokumentfragmente, die erst beim Abruf der Seite auf dem Server dynamisch eingefügt werden. Das hat den Vorteil, dass die entsprechenden Dokumentfragmente nur einmal vorhanden sind und daher leichter zu warten sind. ServletJava-Programm, das wie ein Applet in einer Sandbox läuft, aber dies nicht auf dem Client, sondern auf dem Server. SMTPAbk. für Simple Mail Transfer Protocol: Einfaches technisches Protokoll zur Übertragung von e-Mails. SMTP wird fast immer für den Versand von e-Mails verwendet. Der Haken dabei ist, dass SMTP keine Passwortabfrage kennt und daher theoretisch jeder e-Mails über einen beliebigen Mailserver verschicken kann, wenn er nur dessen URI und eine gültige User-ID kennt. Man geht daher immer mehr dazu über, die Kommunikation mit dem Mailserver nach dem Prinzip SMTP-after-POP zu realisieren. Dabei müssen erst die Nachrichten abgerufen werden bevor sie versendet werden können. Da beim Abruf eine Passwortabfrage über POP3 stattfindet, ist die Authentifizierung des Absenders gewährleistet. SpiderWörtlich: Spinne, der Teil einer Suchmaschine, der das World Wide Web nach Inhalten durchsucht. Synonyme: Crawler, Robot. SSIAbk. für Server Side Includes SSLAbk. für Secure Socket Layer: Eine technische Protokollschicht, die für die Verschlüsselung der übertragenen Daten sorgt. Im Browser erkennt man die Verwendung eines SSL am Protokoll HTTPS im URL-Eingabefeld oder am Symbol des geschlossenen Vorhängeschlosses beim Netscape Navigator. SSS1. Abk. für Server Side Scripting: Scripts, die in HTML-Dokumenten auf dem Server bei Abruf der Seite ausgeführt werden, z.B. PHP oder auch Server-seitiges JavaScript. Vgl. auch ASP. Style Sheetsiehe Cascading Style Sheets Tag(wörtlich: Etikett) Auszeichnung eines Dokumentfragments in HTML, z.B. einer Textzeile als Überschrift. Tags werden stets in spitze Klammern eingeschlossen (Kleiner- und Größer-als-Zeichen), damit sie von normalem Text unterschieden werden können. Die meisten Tags müssen korrekt abgeschlossen werden; hierzu wird das Tag beginnend mit einem Schrägstrich wiederholt. Der Text zwischen dem einführenden und dem abschließenden Tag ist der Inhalt des Tags: <H1>Inhalt des Header-1-Tags</H1>. Fast alle Tags können oder müssen mit Attributen versehen werden, die das Tag detaillierter definieren, wie etwa die URL eines Hyperlinks, die über das Attribut HREF des A-Tags angegeben wird. Thin ClientClient ohne wesentliche Verarbeitungslogik TLDAbk. für Top Level Domain transparentAllgemeiner Begriff für Software oder Hardware, die zwar tatsächlich vorhanden ist, aber als solche nicht erkennbar ist, weil sie quasi unsichtbar im Hintergrund arbeitet, ohne dass man sie bemerkt. Bsp.: Die meisten ISPs benutzen Proxys, die dem Anwender aber meistens nicht bekannt sind und dies auch nicht zu sein brauchen, weil sie ihre Arbeit so verrichten, dass der Anwender nichts davon merkt - sie für ihn also transparent sind. URIAbk. für Uniform Resource Identifier: Einheitliche Identifizierung eines Inhalts im Web. Die (oder der) URL ist der Sonderfall eines URI für ein Dokument, aber im allgemeinen werden die beiden Begriffe synonym verwendet. URLAbk. für Uniform Resource Locator: URI eines Dokuments, eine relativer oder absoluter Pfad zu einem Dokument. Absolute URLs enthalten das technische Protokoll, die Domain und ggf. ein Unterverzeichnis der Domain, während relative URLs nur den Pfad relativ zum aktuellen angeben. Ob man „die URL“ (als Synonym zu: die Adresse) oder „der URL“ (von: der Locator) sagt, ist übrigens strittig und meiner Meinung nach Geschmackssache. virtuellAllgemeiner Begriff für Software oder Hardware, die nicht wirklich vorhanden ist, sondern nur simuliert wird. Für den Anwender ist in der Regel kein Unterschied zwischen realen und virtuellen Komponenten erkennbar. Bsp.: Ein virtueller Server verhält sich nach außen wie ein selbständiger Server, ist in Wirklichkeit jedoch nur ein Teil eines realen Servers. Ist die Simulation der virtuellen Komponente nicht erkennbar, nennt man sie transparent. W3CAbk. für World Wide Web Consortium: einer Expertengruppe, die in sog. Technical Recommendations (technischen Empfehlungen) Standards im Bereich des World Wide Web definieren. Obschon lediglich Empfehlung genannt, werden diese als bindender Standard weltweit anerkannt. Alle Empfehlungen und sonstigen Dokumente des W3C sind frei erhältlich unter www.w3c.org. WebKurz für World Wide Web WebhostingDie Bereitstellung von Webdokumenten zum Abruf im World Wide Web als Alternative zu einem eigenen Webserver. Webhosting ist in den meisten Fällen die wirtschaftlichste Möglichkeit, im World Wide Web präsent zu sein. Einen eigenen Server zu betreiben wird nur dann sinnvoll sein, wenn der Aufwand hierfür gering im Vergleich zum Gesamtaufwand ist (etwa weil an der redaktionellen oder technischen Pflege sehr viele Mitarbeiter beteiligt sind) oder wenn sensible Daten verarbeitet werden. Webhosting umfasst mindestens die Bereitstellung des Speicherplatzes auf dem Server, meist auch eine oder mehrere Mailboxen und teilweise eine Datenbank und Server-side Scripting (PHP, Perl o.ä.). Häufig können auch einfache Warenkorb-Anwendungen genutzt werden. Hierbei handelt es sich meist um sog. virtuelle Server, bei denen mehrere Websites auf einem Server gehostet werden, aber jede Website auf ihren eigenen Bereich beschränkt wird. Die (teure) Alternative stellen dedizierte Server dar, bei denen man einen kompletten Server zur Verfügung gestellt bekommt und auf den man auf Wunsch fast vollständigen administrativen Zugriff bekommen kann. WebsiteDie logische Gesamtheit aller Seiten, mit denen eine Firma oder Privatperson oder ein Thema im World Wide Web präsent ist. Im Regelfall sind das alle Seiten, die unter einer bestimmten Domain abgerufen werden können. World Wide WebWörtlich: das weltweite Netz, Sammelbegriff für den Teil des Internets, der für die Darstellung in einem Browser zugänglich gemacht worden ist. WWWAbk. für World Wide Web XHTMLAbk. für eXtensible Hyper Text Markup Language: Erweiterung des HTML-Standards, so dass er den Anforderungen eines XML-Dokuments genügt, wie etwa der Vorgabe, dass zu jedem Tag ein End-Tag in gleicher Schreibweise definiert werden muss und dass alle Attributwerte in Anführungszeichen stehen müssen. Ein HTML-Dokument ist somit nur noch ein Sonderfall eines XML-Dokuments. XMLAbk. für eXtensible Markup Language: Meta-Sprache zur Definition von Tags. XML setzt sich allmählich als Basis für Datenaustausch durch. Vorteil von XML ist die Möglichkeit, Daten inhaltlich zu strukturieren. Dabei kann jeder Anwender genau die Daten herauslösen, die ihn interessieren. Außerdem kann über XSL die inhaltliche Struktur in eine visuelle überführt werden, ohne die Daten selbst ändern zu müssen. XSLAbk. für eXtensible Style sheet Language: Meta-Sprache zur Definition von Cascading Style Sheets.Mit XSL wird es möglich, eigene Style Sheets speziell für jedes beliebige Ausgabegerät zu definieren. |
|||||||||||