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Cross-Browser Programmierung: Strategien

 
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Cross-Browser Strategien

Webseiten zu erstellen, die in allen Browsern gleich oder zumindest ansprechend aussehen, ist harte Arbeit. Es lässt sich kaum vermeiden, die Seiten immer wieder mit mehreren Browsern zu testen und anzupassen. Allerdings kann man sich oft viel Arbeit sparen, wenn man von Anfang an einige grundsätzliche Strategien berücksichtigt.

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Strategie-Tipp Nr. 1:  Stets korrekt sein

Viele Probleme lassen sich durch korrekten HTML-Code vermeiden. Zwar ist es so, dass die Browser sehr tolerant auf falschen Code reagieren und versuchen diesen trotzdem richtig zu interpretieren. Was der Browser dann aber vermutet oder nicht, ist erstens Glückssache und zweitens jedem Browser selbst überlassen und kann auch noch je nach Browser-Version unterschiedlich ausfallen. Besonders wichtig ist dabei:

HTML-Tags immer mit dem dazugehörigen Ende-Tag abschließen!

Das gilt auch und besonders für Tags, die nicht unbedingt geschlossen werden müssen, wie z.B. das <P>-Tag. Wo der Browser das fehlende Ende-Tag vermutet, bleibt ihm überlassen, und spätestens bei der Verwendung von Style Sheets führt das zu ungewollten Effekten. Tags, die per Definition kein zugehöriges Ende-Tag kennen (wie <BR>), brauchen natürlich auch nicht abgeschlossen werden. Grundsätzlich sollte ein HTML-Dokument vor allen anderen Maßnahmen mit einem HTML-Checker auf korrektes und vollständiges HTML überprüft werden.

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Strategie-Tipp Nr. 2:  Möglichst geschwätzig sein

Je mehr Vorgaben man dem Browser macht, wie er was darzustellen hat, desto weniger kann es passieren, dass verschiedene Browser unterschiedliche Defaults verwenden. Wenn also beispielsweise der Inhalt einer Tabellenreihe vertikal zentriert ausgerichtet werden soll, dann sollte man sich nicht darauf verlassen, dass das sowieso gemacht wird, wenn man nichts angibt, sondern man sollte das über das entsprechende align-Attribut vorgeben.

Je mehr man dem Browser mitteilt, desto weniger kann er falsch machen!

Besonders wichtig ist das bei Rändern des Bodys, bei Frames und bei Tabellen, bei horizontalen und vertikalen Ausrichtungen in Tabellenzellen und bei Abständen von Grafiken. Nur wenn es für das Layout unwichtig ist, welche Werte hierbei verwendet werden, kann (und sollte) man enstprechende Angaben weglassen.

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Strategie-Tipp Nr. 3:  Vom kleinsten gemeinsamen Nenner ausgehen

Am besten ist es, sich klar zu machen, welchen Mindeststandard man noch unterstützen möchte. Sollen die Seiten auch veraltete Browser (Version 3 oder gar Version 2) noch unterstützen? Sollen auch reine Textbrowser unterstützt werden? Generell ist es zu empfehlen, alle Seiten so zu entwerfen, dass bei rein textueller Darstellung zumindest alle Informationen erreicht werden können, da dies zum einen niemanden grundsätzlich ausschließt und dies zum anderen genau die Sichtweise von Suchmaschinen ist, denen dadurch ermöglicht wird, die Seiten sinnvoll zu durchsuchen. Eine andere Frage ist, ob man sich die Mühe macht, die Seiten auch für Benutzer, die noch mit Netscape 2.x im Web unterwegs sind, optisch ansprechend zu gestalten. Meist wird der Mehraufwand sich für die wenigen Besucher nicht lohnen.

Generell sollten alle Seiten so gestaltet werden, dass alle Besucher alle Inhalte erreichen können, unabhängig von Browser-Typ, Browser-Version und Browser-Einstellung. Das bedeutet jedoch nicht, dass beispielsweise JavaScript tabu ist, weil einige Browser es nicht beherrschen oder weil der Anwender es ausgeschaltet haben könnte. JavaScript darf - wie auch Cookies, Plugins, Java-Applets usw. - ruhig eingesetzt werden, um dem Anwender das Leben zu erleichtern oder ein um ein besseres Layout zu erreichen, solange die Seiten auch ohne diese Erweiterungen grundsätzlich funktionieren.

Nachdem man also festgelegt hat, was die Mindestanforderungen an den Besucher sind, damit er nicht nur inhaltlich sondern auch optisch begeistert werden soll, geht man von genau diesen Mindestanforderungen aus und baut mit ihnen die Seiten. Praktisch bedeutet das meist, die ersten Tests immer mit Netscape 4.x durchzuführen. Danach testet man die Seiten mit anderen Browsern. Wenn sie überall funktionieren und ausreichend einheitlich dargestellt werden, kann man dann noch, wenn man möchte, Erweiterungen einbauen, die nur Anwendern bestimmter Browser zugute kommen.

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